Angespielt: Until Dawn – Rush of Blood

Langsam gilt’s: PlayStation VR kommt bald auf den Markt. Höchste Zeit also, die Launch-Games mal näher zu betrachten. Heute in der Vorschau: Until Dawn – Rush of Blood.

Habe Sony letztens einen weiteren Besuch abgestattet, um mir die neuesten Preview-Versionen einiger PlayStation VR-Spiele anzuschauen. Unter anderem Until Dawn – Rush of Blood. Mittlerweile habe ich mich durch zwei verschiedene Spielabschnitte gegruselt. Was die beiden gemeinsam haben: Der Spieler schwingt sich in klassischer Rail-Shooter-Manier in eine Lore und konzentriert sich primär aufs Schießen, während die Gleise die Richtung vorgeben. Gezielt und geschossen wird mit zwei Move-Controllern, nachgeladen via Schüttelbewegung. Klingt einfältig, aber die Spielwelt ist dermaßen vollgepackt mit skurrilen Einfällen, dass einem hier nicht langweilig wird.

Axtschwinger und Jumpscares

Die erste Demo startet in einem Waldgebiet und lässt mir gerade noch genug Zeit, mir auszumalen, welche Grausamkeiten mich gleich heimsuchen werden, sobald die Gondel in das verlassene Gebäude führt, das bereits etwas weiter vorne zu erkennen ist. Auf dem Weg schaue ich mich völlig angespannt nach fiesen Viechern um, die mir an den Kragen wollen und muss nicht lange auf den ersten Jumpscare warten. Vermummte Gestalten werfen Molotow-Cocktails nach mir, die ich dank akkurater Steuerung schon beim Wurfansatz zum Explodieren bringe und die Gegner so mit ihren eigenen Brandbomben abfackle. Das pumpt zwar ordentlich Adrenalin ins Blut, für Herzrasen sorgen aber erst die Axtschwinger, die mir bis zur Nasenspitze auf die Pelle rücken. So krass funktioniert Horror wohl nur in der virtuellen Realität.

Das gilt übrigens auch für Achterbahn-Sequenzen. Im zweiten Rush of Blood-Spielabschnitt heizt die Gondel im Affentempo in einen Höllenschlund, während ich mich von herunterhängenden Sägeblättern wegducke, die mich sonst einen Kopf kürzer machen. Aber erst nachdem mich das Spiel durch ein abgefahrenes Schlachthaus führt, wo Schweine zappelnd von der Decke hängen und mich den Controller vors Gesicht halten lassen wollen. Irgendwann geht’s dann noch in einen Raum, der sich zur Seite neigt und mir so das Gefühl gibt, ich falle vom Sofa, bevor eine ganze Horde Irrer auf einmal auf mich losgeht.

VR-Horror

Was in jedem Fall festzuhalten ist: Rush of Blood hat spielerisch trotz dem Namen kaum etwas mit Until Dawn zu tun. Zielen, Nachladen, Ausweichmanöver – all das funktioniert hervorragend. Die Grafik sieht schnieke aus und das Spielkonzept ist gleichermaßen simpel wie effektiv. Dass man sich auf Schienen fortbewegt, passt metaphorisch wie die Faust aufs Auge zu diesem Horrortrip. Schließlich fallen die Schockmomente durch den hohen Immersionsgrad noch viel heftiger aus. VR und Horror – das passt wie Arsch auf Eimer.

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